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Sütterlin lesen: So entzifferst du alte Rezepte von Oma

Was ist Sütterlin?

Sütterlin ist eine deutsche Schreibschrift, die der Grafiker Ludwig Sütterlin 1911 entworfen hat. Sie wurde ab 1915 an Schulen gelehrt und 1941 abgeschafft. Wer vor dem Krieg schreiben lernte, hat sie oft ein Leben lang benutzt. Deshalb stehen so viele Rezepte unserer Großmütter in dieser Schrift. Die ältere, spitzere Form heißt Kurrent.

Die häufigsten Stolperfallen

  • e sieht aus wie ein heutiges n: zwei schmale Striche nebeneinander.
  • u trägt einen kleinen Bogen oben darüber, damit man es vom n unterscheiden kann.
  • s gibt es zweimal: das lange s mitten im Wort, das runde s am Wortende.
  • h hat eine Schleife unter der Zeile.
  • Großbuchstaben sehen oft ganz anders aus als heute. Hier hilft eine Buchstabentabelle zum Vergleichen.

So gehst du vor

  1. Mit Wörtern anfangen, die du erwartest: Zutaten wie Mehl, Zucker, Eier, Butter.
  2. Aus diesen Wörtern die Buchstaben ableiten und auf den Rest übertragen.
  3. Zahlen sind meist in normalen Ziffern geschrieben und geben dir Halt.

Abkürzung: die App lesen lassen

Der Rezeptehamster liest Sütterlin und Kurrent direkt vom Foto und schreibt das Rezept in heutiger Schrift ab. Stellen, die er nicht sicher erkennt, markiert er mit [?]. So siehst du sofort, wo du mit dem Original vergleichen solltest.

Du hast einen Zettel, den niemand mehr lesen kann? Der Rezeptehamster kommt bald für Android, iPhone und Windows. Mehr Tipps gibt es auf Instagram bei @rezeptehamster.de.

Alle Rezepte an einem Ort

Mit dem Rezeptehamster sammelst du Rezepte aus Instagram, TikTok, YouTube, Kochbüchern und von Oma – sauber aufbereitet in einer App.